Edith- virtuelles und reales Mannequin

Im virtuellen Prozess dient Edith als Avatar. Ihre Gestalt und die Form ihrer Kleidung lässt sich individuell anpassen. Wir hatten während der Gestaltung häufig das Bedürfnis, die Formen mit den Händen zu „begreifen“ um sie zu prüfen. Edith kann daher auch in 3D ausgedruckt werden.

Edith in virtueller Umgebung

 

Wir haben Edith als 3D-gedruckte Arbeits- und Präsentationspuppe im Maßstab 1:2 sehr schätzen gelernt. Wir verwenden mehrere Puppen, um Outfits flexibel als „Stories“ präsentieren zu können.

Während herkömmliche Schneiderpuppen lediglich als Dummies zur Passformkontrolle genutzt werden können, bringt Edith ihr gerastertes Ganzkörper-Schnittmuster mit und liefert so einen wichtigen Beitrag zum Thema Passform.

 

 

Analog zu den virtuellen Gestaltungsprozessen werden so auch handwerkliche Techniken unterstützt. Das Raster von Puppe und Schnitt erlaubt den spielerischen Entwurf mit Kreide auf der tafellackbeschichteten Puppe, die genaue Übertragung des Entwurfs auf den Schnitt, sowie das Drapieren mit Textilien. Designer, Schnittmacher und Nachwuchskräfte erleben so einen fließenden Lernprozess, von handwerklichen zu virtuellen Arbeitsweisen.

 

Entwicklung historisches Kleid
Entwicklung historisches Kleid

 

Edith ist auch ein Beispiel für Rapid Prototyping in der Produktentwicklung von Bekleidung. So können individuell geformte Puppen schnell und umweltfreundlich hergestellt werden. Die Druckmaterialen sind ungiftig und recycelbar. Durch den verkleinerten Maßstab werden Verbrauchsmaterialien und Arbeitszeiten bei der Erstellung von Nähproben reduziert.

Auch Puppen, die spezielle Bekleidungstypen repräsentieren sind herstellbar (z.B. Passformpuppen für Jacken, Kleider, Hosen).